Linienbegründer
Bloodline Founders ...
Im Zuge der FCI Anerkennung wurden 8 Hunde, die sogenannten FCI Linienbegründer ausgewählt!
FCI Linienbegründer |
Lobo White Burch (USA) 05.03.1966 – 14.09.1980 |
28.05.1987 - 14.10.2003 |
05.07.1982 |
10.10.1983 |
04.05.1985 |
28.07.1987 – 30.07.2001 |
06.10.1987 |
11.02.1989 |
Nach welchem Bewertungskriterien diese in die engere Wahl genommen wurden, wird wohl der Arbeitsgruppe von damals vorbehalten bleiben. Der werte Leser möge nun geneigt sein zu denken, dass es sich um Hunde aus 8 unterschiedlichen Blutlinien handelt - weit gefehlt. Ein schneller Blick auf die Namen und man weiss, dass dies sicher KEINES der Kriterien war, sondern das eher Hunde mit den meisten Nachkommen bzw. größten Impact bei den europäischen Rassevertretern ausgewählt wurden ... auch gut, dann hat man zumindest ein sehr homogenes Erscheinungsbild, oder?!?!
Nahezu ein jeder Weisse Schäferhund aus europäischer Zucht geht auf diese Hunde zurück ... nein anders formuliert: fast ein jeder europäische Hund hat ALLE diese Hunde einfach oder mehrfach in den Ahnen! Um dem auch noch die Krone aufzusetzen, so sind die 8 Linienbegründer teilweise in den Ahnen der anderen Linienbegründer enthalten oder aus nahezu identen Linienzusammenführungen.
Es ist nun mal nicht immer alles Schwarz und Weiss!
Ohne diese 8 Hunde wäre der Weisse Schäferhund nach wie vor keine eigenständige FCI Rasse, die Teilnahme an internationalen Veranstaltungen wäre noch immer nicht möglich. Wer sich allerdings so wie ich damals 2003 die Zeit nimmt und die Ahnentafeln dieser 8 Hunde vergleicht weiss, in welchem engem Verwandtschaftsverhältnis diese zueinander stehen ... einfach die ersten 3 Generationen ausdrucken und nach dem Prinzip "Memory spielen" vorgehen - dann bekommt man ein gutes Grundverständnis & Übersicht über die Situation
8 unterschiedliche Blutlinien muss ja wohl möglich sein auf einem Kontinent zusammen zu tragen? Ja, ein Land der Welt hätte diese im Jahr 2002 zu Verfügung stellen können, aber dann hätte der Weisse Schäferhund nicht den Beinamen "Schweizer". Tatsächlich gab es erst in der Obi Ära (also um 2007 herum) 8 tatsächlich unterschiedliche Blutlinien in Europa. Alle anderen hatten spätestens in der 5. Generation wieder die gleichen Vorfahren.
Um es mit den Worten von Max von Stephanitz auf den Punkt zu bringen:
No good dog is a bad colour
Update 2019: Um den Inzuchtkoeffizienten innerhalb der Rasse TATSÄCHLICH zu verstehen, muss man die Geschichte & Entstehung der Rasse, die FCI Linienbegründer, sowie alle seine politischen Einflussfaktoren der letzten 4 Jahrzehnte im Hinterkopf behalten. Seit einigen Jahren nun lässt sich dieser Wert (der sogenannte COI) quantifizieren und wird in Zukunft sicher noch ein entscheidendes Zuchtwerkzeug werden um die Infos zu bekommen, die weder die Köpfe, noch manche Datenbanken übersichtlich erfassen können: nämlich knapp über 2 Milliarden POTENTIELLE Vorfahren bis zur 30. Generation (natürlich wurde diese Zahl drastisch durch Inzucht gesenkt). Warum 30 Generationen? Nahezu alle Hunde im europäischen Raum gehen um diese Generation herum auf Horand von Grafrath bzw. Greif Sparwasser zurück.